Udo Jung Dachdecker - Betrieb GmbH

 
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Wissenswertes ...

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Wer beim Neubau oder Aufbau seines Hauses ein neues Dach errichten will, hat vieles zu bedenken. Die Palette der klassischen Dachformen ist recht breit. Und auch die Einrichtung von Dachfenstern und anderen Details hängt von vielen Überlegungen ab.

Dachformen

Satteldach

Diese Dachform ist relativ unkompliziert zu bauen bzw. einzudecken und wird daher auch am häufigsten verwendet. Zwei symmetrische Dachschrägen laufen auf den waagerechten Dachfirst zu. Der Neigungswinkel variiert um die 40 bis 60 Grad. Die Giebelwände sind senkrecht.
Diese einfache Form bietet große ebene Flächen, die sich zum Beispiel auch gut für die Einrichtung von großen Dachfenstern oder von
Solardächern eignen. Für die Nutzung des Dachraumes ergeben sich Nachteile, wie die „toten Winkel“ in Bodennähe und die zum Teil geringe Raumhöhe.

Walmdach

Auch das Walmdach ist relativ häufig anzutreffen und vor allem in ländlichen Gegenden verbreitet. Ähnlich wie beim Satteldach laufen die beiden großen Dachseiten am First zusammen, die Giebelwände sind nicht senkrecht, sondern laufen ebenfalls schräg nach oben. So vermittelt das Walmdach den Eindruck von Schutz und Geborgenheit. Beim Dachausbau kann die Einrichtung von Gauben besonders reizvolle Effekte erzielen.

Die spezielle Form des Walmdachs lässt ohnehin sehr viele Variationsmöglichkeiten zu. So gibt es z.B. sogenannte Krüppelwalmdächer, die senkrechte und geneigte Giebelformen miteinander kombinieren.

Mansardendach

Diese Dachform war in früheren Zeiten sehr gebräuchlich. Hier wurden von vornherein Billigunterkünfte für das Hauspersonal eingeplant. Um mehr Wohnraum für die Dienstboten zu schaffen, legte man die unteren Dachpartien in großem Winkel an und ließ sie im oberen Teil dafür umso flacher aufeinander zulaufen. Besonders in der Altbaurenovierung spielt das Mansardendach noch eine große Rolle.

Pultdach

Dieses einseitige Dach entsteht oft durch Anbauten. Ist es eher nach Norden gerichtet, bietet das Pultdach guten Schutz vor Witterungseinflüssen, liegt es an der Sonnenseite, könnte der Einbau von Fenstern sinnvoll sein, um die guten Lichtverhältnisse auszunutzen. Pultdächer sind bei entsprechender Sonneneinstrahlung ebenfalls bestens als Solardächer geeignet.

Zeltdach

Das pyramidenförmige Zeltdach kommt in der Praxis eher selten vor. Zumal es für eine eventuelle Nutzung des Dachraumes auch die ungünstigsten Voraussetzungen mit sich bringt. Architektonisch hat es allerdings reizvolle optische Effekte. So wurde es als Zierelement auf Kirchen oder Burgtürmen eingesetzt und kann auch im privaten Hausbau kleinere An- oder Zusatzbauten verschönern.

Fenster

Dachwohnfenster

Ein Dachwohnfenster bettet sich in die normale Schräge des Daches ein. Der Rahmen wird direkt in das Schrägdach eingelassen. Diese Konstruktion ist die kostengünstigste und einfachste Variante, etwas Licht in die Dachstube zu bringen. Die direkte Lichteinstrahlung von oben bringt sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich.

Der direkte ungeschützte Lichteinfall kommt dem natürlichen Lichtempfinden sehr nahe. Besonders, wenn es sich um große Dachfenster handelt, ergibt sich das Gefühl, den ganzen Tag „unter freiem Himmel“ zu leben. Andererseits kann dieses Leben bei zu heftiger Sonneneinstrahlung auch etwas anstrengend werden. Eine Lage im Halbschatten, die zumindest die pralle Mittagssonne vermeidet, bietet sich daher an.

Voll verglaste Dächer, die sogar über First gebaut sind, liegen im Trend. Die Lichteinstrahlung lässt sich heutzutage auch mit vielen speziellen Jalousievarianten regulieren. Eine reizvolle Kombination ist die Vollverglasung mit Außenjalousien. Je nach Tageszeit und Lichtverhältnissen kann man aus den Dachschrägen Panoramafenster oder geschlossene Decken zaubern.

Gauben

Gauben sind eine ideale Lösung, um zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Der Dachboden wird räumlich erweitert und es kommt Licht ins Dunkel. Für Dachdecker und Zimmerleute sind Gauben Routine-Arbeit. Der Aufwand ist recht überschaubar.

Heute gibt es zudem viele Gestaltungsmöglichkeiten, sowohl was die Form als auch die Verwendung attraktiver Materialien angeht. Zwar geht der Effekt des Oberlichtes verloren. Dafür schützen Gauben vor greller Mittagssonne.

Ein wesentliches Argument für Gauben ist der räumliche Effekt. Mit der Gaube entstehen zusätzliche Ablageflächen und die Höhe des Raumes wird partiell erweitert.
Für den Ausbau des Daches als zusätzliches Arbeits- oder Kinderzimmer sind Gauben ideal.

Vorsicht beim Fenstereinbau

Der Einbau von Fenstern und ganz besonders von Gauben birgt vor allem Risiken für den Dämmschutz des Hauses in sich. Werden die Abschlüsse nicht sorgfältig genug abgedichtet, entstehen Wärmebrücken. Die Innenwärme wird nach außen abgeleitet. Das verursacht zusätzliche Heizkosten und mindert die Raumtemperatur.

Wenn man sich für Gauben entscheidet, kann ein sorgfältiger Einbau den Dämmschutz allerdings noch verstärken. Da Gauben meist aus Holz bestehen, liefern sie eine zusätzliche Wärmeregulation bei Kälte oder Hitze.

Details am Dach

Dachvorsprünge

Ragt eine Dachschräge noch ein paar Zentimeter über die Hauswand hinaus, hat das viele Vorteile: Wie die Krempe eines Hutes schirmt der Dachvorsprung das Haus über die Oberfläche hinaus vor Wasser ab. Gemäuer und Putz werden so auf einfache Weise vor Nässe geschützt.
Die Mauern bleiben frei von hässlichen Regenspuren. Und selbst der Holzschutz für Türen und Fenster muss gar nicht oder viel weniger eingesetzt werden.
Ist der Dachvorsprung großzügig genug, schützt er auch den Besucher an der Haustür vor Regen. Auf jeden Fall sollte die Eingangszone mit besonderer Sorgfalt geplant werden. Zu kurze Dachvorsprünge spülen dem Wartenden den Regen in den Mantelkragen.
Dachvorsprünge können auch nachträglich angebracht oder erweitert werden.

Zierelemente

Ein Haus soll nicht nur zweckmäßig sondern auch schön sein. Gerade die Formen und Flächen von Hausdächern bieten den kreativen Ambitionen des Bauherren einige Möglichkeiten. So lassen sich auf dem Dachfirst Zierfiguren anbringen. Sei es als Glücksbringer für’s Haus wie z.B. die schwarze Katze oder als Irritation für Passanten. Beliebt unter Dachbesitzern ist z.B. der Schlafwandler aus Kunststoff.

Dachschrägen und Giebel geben vor allem den malerischen Ideen Raum. So lassen sich Dachziegel in Mosaikform anlegen. Man kann auch ganze Bilder aus Ziegeln oder Pfannen erstellen. Giebelwände, die vom Dachvorsprung geschützt sind, stellen einen hervorragenden Grund für kunstvolle Wandgemälde dar.

Quelle: http://www.dachdeckerei.info/dachformen.php Ein Dachlexikon finden Sie hier

 

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